Mondrian Ensemble, Basel
Vor einigen Jahren spielten das Mondrian Ensemble und das oh ton‐ensemble auf dem gleichen Festival in Weimar. Wir konnten dem Mondrian Ensemble zuhören und waren von der Musikalität des Ensembles unmittelbar begeistert. Seit diesem beeindruckenden Erlebnis wollten wir das Mondrian Ensemble zu uns einladen. Anders als das oh ton‐ensemble, mit einem eindeutigen Schwerpunkt auf die Musik der letzten 20 Jahre, verbindet Mondrian Klassische Musik mit der Musik der Gegenwart. Aber diese Démarche hat durchaus ihre Berechtigung, denn das Ensemble sucht sich aus der umfangreichen Literatur der Klassik und Romantik primär die unbekannten, ungewöhnlichen und in ihrer Zeit spektakulären Stücke, eben nicht die bekannten Gassenhauer, aus.
So hören wir neue Musik aus der Zeit der Klassik mit zwei Werken von Joseph Haydn, dessen Kammermusik nun zunehmend häufiger zu hören ist, und neue Musik der Gegenwart. Drei Schweizer Komponisten aus zwei Generationen vermitteln drei unterschiedliche ästhetische Ansätze von Komposition. Die Zeiten der etwas verschlafenen Schweiz – so war hier lange das Bild ‐ sind passé.
Dieter Ammann wurde jüngst mit großen Portraitkonzerten in der Schweiz geehrt, Roland Moser hat nicht nur selbst sehr lange ausgebildet, sondern war auch als Ensemblemusiker für die neue Musik in der Schweiz engagiert und spielte mit seinem Ensemble in sehr vielen Ländern. Der aus Kolumbien stammende G. Toro‐Pérez ist seit 2007 Leiter des ICST ‐ Institute for Computer Music and Sound Technology an der Zürcher Hochschule der Künste.
Mondrian Ensemble (Basel)
Das Mondrian Ensemble wurde im Jahr 2000 gegründet und gewann noch im ersten Jahr seines Bestehens den 1. Preis am «Concours Nicati – Concours d’interpretation de musique contemporaine». Wichtige Anregungen erhielten die Musiker darauf vom Trio di Trieste an der «Scuola Superiore Internazionale di Musica da Camera del Trio di Trieste» in Duino, vom Pianisten Gérard Wyss in Basel und vom Florestan Trio in London. 2003 debütierte das Mondrian Ensem‐ ble in der Tonhalle Zürich, im Sommer 2005 am Lucerne Festival und 2006 im Musikverein Wien. Mit dem «10th Swiss Ambassador’s Award» ausgezeichnet folgte 2007 das Debüt in der Londoner Wigmore Hall. Dazu kommen zahlreiche Auftritte an Festivals, von den Ittinger Pfingstkonzerten, dem Münchner Festival A‐Devantgarde, den Weimarer Frühjahrstagen für zeitgenössische Musik oder dem Festival young artists in concert in Davos bis zu den Tagen für Neue Musik Zürich. Weitere Konzerte führten das Ensemble ans irische West‐Cork‐Music‐Festival in Bantry, nach Mailand, Rom und Venedig, nach Albanien, Ungarn und Polen.
Die Auseinandersetzung mit neuer und neuester Musik ist dem Mondrian Ensemble genauso ein Hauptanliegen wie die intensive Beschäftigung mit dem klassisch‐romantischen Repertoire. Entsprechend versteht sich das Ensemble als Spezialensemble für zeitgenössische Musik und zugleich als Interpretin innovativer Musik vergangener Jahrhunderte. Es konzentriert sich auf die Gattungen Klavierquartett, Klaviertrio und Streichtrio. Das Mondrian Ensemble gehört zu den international erfolgreichen und anerkannten Ensembles aus der Schweiz. Sitz des Ensembles ist Basel. |